…..ich hatte nach Spielende eigentlich schon eine Headline für diesen Bericht im Kopf. Sie sollte „Der Befreiungsschlag“ oder so ähnlich klingen. Nach einer bescheidenen Hinrunde, mit einer nie dagewesenen Verletztenmisere nahmen die Sorgen für die Rückrunde leider nicht ab. Bei Christoph steht wider erwarten beispielsweise nicht fest, ob er die Rückrunde überhaupt nochmal spielen kann. Dafür war er zusammen mit Wolfgang als Support mit an der Bande in Ratingen. Zu der Headline mit dem Bestäuber wurde ich letztlich nach dem Spiel von den Jungspunden mehr oder weniger genötigt. Nach einer geruhsamen Nacht konnte ich aber das große Ganze erkennen, denn es zielt letztlich auf unsere Doppelaufstellung ab. Die Doppel waren in der zurückliegenden Hinrunde eine weitere Achillesverse unseres Teams. Meist liefen wir einem Rückstand hinterher. In dem zurückliegenden Spiel gegen Ratingen stand 5 Minuten vor Spielbeginn noch immer nicht fest, wie wir die Doppel aufstellen würden. Letztlich setzte sich Grannes Vorschlag durch und die erste halbe Stunde zauberte uns allen ein Grinsen ins Gesicht. Die Spiele hätten kaum enger ausgehen können, aber am Ende konnten wir alle 3 Doppel für uns entscheiden. Dabei schafften es Granne und Dennis als Doppel 2 eines der besten Doppel der Liga –Sieracki und Feufel in 4 Sätzen zu bezwingen. Der zur Blüte Jens weitergezogene Patrick bog mit ihm ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die unangenehm zu spielende Materialkombination Fink/Verstapen im fünften Satz der Verlängerung rum. Und auch Hübi und Tim konnten ihre weiße Weste im Doppel gegen Eichenberger/Kriegel behalten. Selbstverständlich auch dies im fünften Satz der Verlängerung. Ein Traumstart, der ganz wichtig werden sollte. Als dann auch noch Hübi gegen einen mit sich und seinem Material hadernden Sieracki nach 4. Knappen Sätzen unerwartet gewann und Dennis am Nachbartisch Materialspieler Fink in 5. Sätzen niederrang, führten wir bereits mit 5:0.Patrick erhöhte dann gegen Feufel relativ klar sogar auf 6:0. Die Ratinger wirkten zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise etwas konsterniert. Sie rechneten laut Begrüßung mit einer engen Partie, aber dieser Verlauf war ehrlicherweise für Ratingen sehr unglücklich. Das Ergebnis sollte dann auch seitens der Ratinger etwas korrigiert werden. Jens kam mit dem unorthodox spielenden Materialspieler Kriegel überhaupt nicht klar und verlor unerwartet klar mit 0:3. Ebenso ging ein unsicher agierender Granne gegen Abwehrspieler Verstapen deutlich mit 0:3 unter. Als dann auch noch Tim nach einer guten Partie gegen den clever spielenden Eichenberger nach 5 Sätzen gratulieren musste, kam bei den Ratingern wieder Hoffnung auf. Bei uns blickte man in die ein – oder andere Sorgenmiene. Erinnerungen ans Hinspiel kamen auf, indem man eine Führung abgab uns sich letztlich mit 8:8 trennte. Es ist nicht selbstverständlich an einem WE gegen Sieracki direkt 2x zu punkten. Dennis behielt nach 5. Sätzen aber die Oberhand und erhöhte auf 7:3. Sicherlich ein Schlüsselspiel, sonst wären die Ratinger möglicherweise nochmal bedrohlich nahe gekommen. Gegen Hübi hatte Fink – wie im Hinspiel- nicht den Hauch einer Chance. Hübi machte taktisch aber auch alles richtig in der Partie und zeigte wie man gegen Material agieren muss. Beim Stande von 8:3 erlöste Jens durch ein klares 3:0 gegen einen verzweifelnden Feufel Honigbiene Patrick, der sich gegen Kriegel sichtlich abmühte. Nach Patricks Ansicht hätte er diese Partie aber noch nach Hause gebracht. Lassen wir das mal so stehen und wollen es glauben. Das Endergebnis von 9:3 ist insgesamt sicherlich eine Ecke zu hoch. Schaut man sich die Tabelle an, war der Sieg aber bitter nötig, denn die meisten Mannschaften im unteren Drittel haben ebenfalls gepunktet. Wir werden weiterhin versuchen in den nächsten Wochen eine schlagkräftige Truppe an die Tische zu schicken, was hier und da leider weiterhin ein Problem darstellen wird. Gelingt uns dies aber, können wir gegen fast alle Mannschaften in der Liga punkten. Dies zumindest haben wir am letzten Wochenende unter Beweis gestellt…..
…..das letzte Spiel der Saison stand an und man war sich der Bedeutung der Partie durchaus bewusst. Hatte man vor der Saison noch ambitionierte Ziele und wollte vorne mitmischen, musste man sich nun endgültig bewusst werden, dass kleinere Brötchen gebacken werden müssen. Bedingt durch Verletzungssorgen, Terminprobleme, Formkrisen, etc. haben wir in den letzten Wochen doch einige Punkte liegen lassen und sind etwas unerwartet ins untere Drittel der Tabelle gerutscht. Unser Gast von den Südhöhen hatte lange Zeit auch das Pech am Schläger, zeigte aber in den letzten Wochen eher steigende Form und konnte sich aus den unteren Regionen etwas absetzen. Da uns die Truppe von Germania gut bekannt ist, konnte man dennoch von einem Duell auf Augenhöhe sprechen und stellte sich auf einen langen Abend ein. Beide Teams konnten komplett antreten. Es stellte sich leider heraus, dass die Doppel weiterhin ein Schwachpunkt bei uns sind. Christoph und Patrick agierten als Doppel 1 glücklos und passiv zu anfällig gegen Schlüter/Ewers. Zwar kämpften sie sich nach 0:2 Rückstand noch in den fünften Satz. Nach schlechten Start hatten sie dann aber das Nachsehen. Dennis und Jens hatten sich viel vorgenommen und wollten gegen das gegnerische Doppel Eins ein Break schaffen. Davon waren sie diesmal aber weit entfernt. Kampmann/Andre machten es clever. Sie verteilten die Bälle gut und waren im passiven Spiel zu sicher. Viele leichte Fehler führten zu einer klaren 0:3 Niederlage. Zum Glück haben wir zumindest im Doppel Drei mittlerweile eine Konstante gefunden, die uns vor der Katastrophe bewahrte. Hübi und Tim überzeugten erneut im Doppel Drei und konnten die knappen Situationen für sich entscheiden. Wir lagen nach den Doppeln also 1:2 zurück. Vorne folgten dann 2 heiss umkämpfte Partien. Dennis tat sich gegen offensiv starken Kampmann zunächst schwer und musste einen Satzrückstand ausgleichen, ehe er sich im fünften Satz dann doch noch durchsetzte. Hübis Partie gegen Schlüter war geprägt von sehr langen Ballwechseln, die wirklich was fürs Auge der Zuschauer waren. In dramatischen 5. Sätzen rang er seinen Gegner nieder und wir führten erstmals mit 3:2. In der Mitte hatte Christoph dann gegen Mauersberger keine echte Chance und verlor glatt mit 0:3. Am Nachbartisch kämpfte sich Patrick gegen einen seiner Angstgegner in den fünften Satz und führte bereits mit 7:2. Spieler Andre kämpfte sich aber heran und die Partie ging in die Verlängerung. Am Ende hatte Patrick unglücklich das Nachsehen. Dadurch lagen wir nun wieder 3:4 zurück. Da der Spieler Ewers seine Spiele vorziehen musste, spielte er zunächst gegen Tim. Tim hatte Probleme mit dem variantenreichen Spiel des Materialspielers. Ab Satz 3 lief es dann besser und es sah so aus, als könnte Tim die Partie noch drehen. Im vierten Satz konnte er jedoch eine Führung nicht nutzen und mußte gefrustet gratulieren. Auch Jens tat sich im Anschluss schwer gegen Ewers und lag überraschend mit 1:2 zurück. Es gelang ihm aber zurück ins Spiel zu kommen und konzentrierter zu agieren. Durch seinen Punkt und das vorgezogene Spiel von Ewers gegen Tim stand es somit 4:5 gegen uns. Als Tim im zweiten Einzel dann gegen Felsch hohe Führungen nicht ins Ziel brachte, lagen wir bereits mit 4:6 zurück. Auf der Bank wurde es unruhig und die Luft wurde dünn. Der zweite Durchgang stand an und jetzt mussten Punkte her. Die blieben jedoch weiterhin zunächst aus….Dennis kam gegen den sicher agierenden Schlüter nicht durch und verlor in fünf Sätzen. Für Hübi stand die Partie gegen seinen „Ziehsohn“ Tim Kampmann an. Beide waren entsprechend nervös. Hübi merkte man aber nicht an schlecht geschlafen zu haben und er schaffte es scheinbar besser die Nervösität abzulegen. Er liess seinen Kumpel von Beginn an nicht ins Spiel kommen und machte richtig Dampf. In einer fehlerlosen Partie gewann er klar mit 3:0 und hielt uns zumindest etwas im Rennen. Leider konnten sowohl Patrick, als auch Christoph nicht an die Glanzmomente vom Spiel gegen Velbert anknüpfen. Beide spielten zwar gut, aber Mauersberger und Andre konnten in den entscheidenen Momenten irgendwie immer noch einen drauf setzen. Erneute knappe Niederlagen waren die Folge. Dadurch das Tim gegenEwers bereits verloren hatte, war das Spiel von Jens gegen Felsch jetzt nur noch etwas für die Statistik. Hier konnte Jens dem jungen Germanen immerhin mit 3:0 noch seine erste Niederlage im unteren PK zufügen. Letztlich jedoch nur Ergebniskosmetik zum 6:9.
Der Abend endete dennoch nett beim Bier Pong Spiel in der Halle und einem gemeinsamen Clubbesuch im Wuppertaler Nachtleben. Hier konnte der ein oder andere mit Hilfe von flüssigen Hilfsmitteln den TT Frust ein wenig verdrängen.
Fazit/Ausblick:
Wir stehen durch diese Niederlage nur kurz vor einem Relegationsplatz, womit keiner von uns gerechnet hätte. Die Hinrunde war somit eine ziemliche Katastrophe. Wie bereits erwähnt sorgten Verletzungssorgen und Terminprobleme dafür, dass Patrick ständig gefordert war Ersatz zu besorgen oder Spiele zu verlegen. Hinzu kam, dass im Grunde nur 3 Spieler Normalform gezeigt haben. Dennis hat grundsätzlich das gespielt, was er kann. Seine 0:6 Serie, aufgrund des Karnevals Weekends hat ihm die Bilanz versaut und uns überraschend Punkte gekostet. Hübi spielte konstant wie eh und jeh. Die Spiele die er gewinnen kann (alles um die 1800), die gewinnt er in der Regel auch. Darüber hinaus muss er erstmal geschlagen werden. In fast jedem Spiel ist er dran und macht seinem Gegner das Leben schwer. Jens hat mit einer 12:2 Bilanz nicht viel falsch gemacht. Die Gegner haben weiterhin große Probleme mit Aufschlag und Schnittwechsel. Er wird aller Voraussicht nach die RR im mittleren PK spielen und alle wichtigen Partien mitmachen, um die nötigen Punkte einzufahren. Bei Patrick gab es Höhen und Tiefen. Gegen Velbert hatte er seine Glanzstunde mit Siegen gegen Boden und Stein. Es gab aber auch einige Regentage, die ich hier nicht erneut nennen muss. Die Rückrunde kann bei ihm im Grunde nur besser werden. Das Gleiche gilt für Christoph und Tim. Christoph war die gesamte Vorrunde mit Verletzungen geplagt und kam nur schwer in Form. Zum Ende der Serie wurde es dann etwas besser. Im unteren PK wird er sich das abhanden gekommene Selbstvertrauen hoffentlich zurück erlangen. Bei Tim kann es ebenfalls nur besser werden. Viele knappe Niederlagen haben das Selbstvertrauen schrumpfen lassen. Vom nervenstarken Charles Ronson war zuletzt nicht mehr viel übrig. Die Materialumstellung hat ihm trotzdem gut getan. Wenn der Rückrundenstart gelingt wird er wieder Punkte gut machen und mit Sicherheit eine bessere Rückrunde spielen. Zuletzt haben wir mit dem Langzeitverletzten Granne auch noch einen siebten Mann in der Hinterhand, der in Normalform unten nicht viel verlieren dürfte. Er wird zur Rückrunde wieder angreifen, so dass ich recht optimistisch bin, dass die dramatische Tabellensituation nur eine Momentaufnahme ist.
…..gegen die ungeschlagene Drittvertretung Union Velbert rechnete man sich im Vorfeld keine echte Siegchance aus. Uns wurde aus verlässlicher Quelle die Aufstellung gesteckt, so dass die Einschätzung vorgenommen wurde, Jens lieber gegen Germania Wuppertal ran zulassen und folglich mit Ersatz anzureisen. Diesmal half uns Torsten Schwabedissen aus der dritten Mannschaft aus. Vielen Dank nochmal für deinen Einsatz. Velbert versuchte es mit Dietz, Misinsky, Boden, Stein, Lahn, und Kowalski. Brett 1-3 ist nach Einschätzung der Experten kaum zu schlagen und Brett 4-6 ist auch kein Fallobst. In den Doppeln konnten Hübi und Tim ihre Serie im Doppel 3 mit einem Sieg gegen Lahn/Kowalski ausbauen. Unsere Doppel 1+2 waren ehrlicherweise zu Beginn chancenlos. In den Einzeln sollten die Velberter dann aber recht schnell zu spüren bekommen, dass wir ihnen das Feld nicht kampflos übergeben wollen. Dennis beherrschte den kränkelnden Misinsksy nach verlorenen 1. Satz relativ klar und Hübi führte gegen Dietz überraschend mit 2:0 Sätzen. Der Velberter kam bis dahin überhaupt nicht mit Hübis sicheren Blockspiel klar. Dann stellte er sein Spiel um und rang Hübi noch in 5. Sätzen nieder. Zwischenstand 2:3. Christoph hatte gegen Boden keine Chance und verlor klar 0:3. Am Nachbartisch bestätigte Patrick, was sich in den letzten Spielen schon andeutete. Gegen Stein spielte er taktisch clever und gewann in 5. knappen Sätzen. Unten belohnte Tim seinen Trainingseifer mit einem klaren Sieg gegen Kowalski. Torsten hatte gegen Lahn keine reale Chance und verlor klar. Aber wir waren weiterhin dran. Zwischenstand 4:5. Oben dann zwei Niederlagen Dennis gegen Dietz überraschend chancenlos. Jetzt sah es nach einem schnellen Ende aus. Zwischenstand 4:7. Es folgte Patricks großer Auftritt gegen Boden. Es ist bekannt, dass er gegen Material gerne spielt, aber sein Gegner war mit fast 200 TTR Points mehr, der klare Favorit. Zum Glück war Patrick heute spritziger als in den letzten Wochen und stand dadurch gut zum Ball. Er machte fast alles richtig., so dass Ulf anfangs überhaupt nicht ins Spiel kam. Nach einer 2:0 Satzführung musste Patrick zwar den Satzausgleich hinnehmen. In Satz 5 schaffte er es aber sich abzusetzen und rang Boden schließlich mit 11:7 nieder. Christophs Formkurve geht nach dem Katastrophenstart in den letzten Wochen auch nach oben. Musste er im ersten Einzel noch Lehrgeld zahlen, konnte er gegen Stein wieder überzeugen. Durch seinen 5. Satzsieg stand es dann nur noch 6:7 gegen uns. Unten wurde es dann erwartet schwer für uns. Tim hatte im WZ Pokal vor einem Jahr noch einen Sieg gegen Lahn in Erinnerung. Damals hatte er aber noch die Noppe auf der Rückhand. Vielleicht war die Materialumstellung heute eher ein Nachteil für ihn. Lahn gewann in 3 Sätzen und erhöhte auf 8:6. Kreisliga -Urgestein Torsten musste gegen Kowalski an den Tisch. Leider reichte es nicht. Aber immerhin zwei Sätze verlor er nur knapp in der Verlängerung. Velbert tütete somit das 9:6 ein. Das Schlussdoppel lief bereits und wir waren dran…Nach dem Spiel wurde natürlich spekuliert, was wäre gewesen, wenn Jens oder Granne mitgespielt hätten. Ein 8:8 wäre greifbar gewesen. Leistungstechnisch können wir trotzdem zufrieden sein. Die Kurve geht bei den Meisten wieder nach oben. Dies ist auch notwendig. Das kommende Lokalderby gegen die junge Truppe von den Südhöhen wird uns wahrscheinlich alles abverlangen.
….nach den Ergebnissen der letzten Wochen standen wir ein bisschen mit dem Rücken zur Wand. Abstiegskampf war etwas, womit niemand vorher gerechnet hatte, aber auf einmal standen wir durch schlechte Ergebnisse wirklich im unteren Drittel drin. Mit der Tus Lintorf reiste ein VL Absteiger an, der die wichtigsten Spieler hat halten können. Vor der Saison haben wir uns durchaus auf Augenhöhe mit der Truppe gesehen, doch unser Ego hatte in der bisherigen Saison schon arg gelitten. Die Doppel haben uns schon manches mal den Kopf gekostet und es stellte sich heraus, dass wir keinen echten Plan haben, was hier die beste Lösung sein könnte. Fünf Minuten vor Spielbeginn waren die Felder auf dem Spielblock immer noch leer. Tim fasste sich ein Herz und befüllte den Spielblock dann spontan und manch einer erfuhr erst bei der Begrüßung, mit wem er es den heute probieren würde. Im Doppel 1 landete diesmal Patrick. Wer einen der letzten Berichte gelesen hat kann zu der Einschätzung kommen, dass er wie eine Biene zur nächsten Blüte weiterfliegt…..In der Hoffnung auf punktebringende Bestäubung bekam er Christoph an seine Seite gestellt, der nach eigener Aussage beim Warmmachen keine Schmerzen in der Schulter mehr hatte. Im Doppel zwei landeten Dennis und Jens. Der unparteiische Autor dieser Zeilen traute den beiden durchaus eine Überraschung gegen das gegnerische Einserdoppel zu. Im Doppel drei die erprobten Hübi und Tim. Der ganz große Wurf sollte es in den Doppeln zunächst leider wieder nicht werden….Es fehlte aber nicht viel….Dennis und Jens führten in einer engen Partie gegen Meinert/Kley bereits mit 2:0 Sätzen und hatten Matchball. Leider wurde dieser leichtfertig vergeben, so dass die Lintorfer nach taktischer Umstellung die Partie noch drehen konnten. Am Nachbartisch führten Christoph und Patrick auch bereits mit 2:1 Sätzen, ehe sich die Partie zum Nachteil wendete. Zum Glück behielten Hübi und Tim die Nerven und gewannen gegen Hohn/Oster in 4 Sätzen. Zumindest kein kompletter Fehlstart. Dennis merkte man an, dass ihm der Samstag –ohne Kölsch- gut tut. Die alte Spritzigkeit war wieder zu sehen und er glich gegen Meinert für uns zum 2:2 aus. Jens musste seine Spiele vorziehen und ließ gegen beide Gegner mit jeweils 3:0 nichts anbrennen. Somit gingen wir schon einmal in Führung, mit der Gewissheit, dass bei knappen Spielverlauf, dass zweite Einzel mit in die Wertung kommen würde. Psychologisch kein schlechtes Gefühl. Als dann Hübi einen 0:2 Satzrückstand gegen Kley aufholte, merkte ein jeder in der Halle, dass hier heute was drin ist. Wir führten mit beiden eingerechneten Spielen von Jens mittlerweile 5:2. Im geschundenen mittleren Paarkreuz machten dann Patrick und Christoph ihre Sache wirklich gut. Patrick gewann gegen Hohn in 4 Sätzen. Christoph bekam es mit Moschner zu tun, der im mittleren Paarkreuz erst einmal geschlagen werden muss. Die Tradition zeigt aber, dass Christoph gegen gute Leute immer gewinnen kann und so kam es auch diesmal. In einer hauchdünnen Partie rang er den Lintorfer Linkshänder nieder. Christoph kommt langsam wieder in Form. Wir führten bereits 7:2. Lintorf wollte sich aber nicht geschlagen geben. Tim hat in der Woche sein Material gewechselt und die Kurznoppe in die Mottenkiste gelegt. Gegen Oster hatte er dennoch das Nachsehen. Zum Glück baute Dennis die Führung gegen Kley auf 8:3 aus. Denn nun gingen der Reihe nach 4 Spiele weg (Hübi, Patrick, Christoph und Tim). Beim Stand von 8:7 mussten nun Christoph und Patrick ins Schlussdoppel. Die Hoffnung auf einen Sieg war bei uns überschaubar –angesichts unserer bisherigen Doppelmisere. Doch irgendwie lief es diesmal erstaunlich gut und die beiden hatten so was wie ihren zweiten Frühling. Die Partie war eng, am Ende wurde das Doppel aber in 4 Sätzen gewonnen. Endlich mal ein knapper Sieg und die 2 Punkte tuen dem Konto auch richtig gut. Es folgt in der kommenden Woche eine Partie gegen den Tabellenführer aus Velbert, die voraussichtlich in einer Aufstellung antreten werden, die es uns sehr schwer machen wird zu punkten. Die Woche darauf geht es dann noch ins Lokalderby gegen Germania, welches mit großer Spannung erwartet wird.
….dachte sich Christoph nach 5 knappen Sätzen und konnte diesmal erstmals in einer für ihn verkorksten Hinrunde punkten. Das war es aber schon fast im in die Woche verlegten Auswärtsspiel gegen nette Mühlheimer. Es begann mit einem schlimmen Fehlstart. Dennis und Hübi kamen gegen die Angriff/Abwehrkombi der Mülheimer nicht ins Spiel und Patrick und Tim waren gegen Doppel 1 chancenlos. Ein Punkt im Doppel Drei von Christoph und Jens, die ihren Mitstreitern am Wochenende noch Freudentränen ins Gesicht zauberten, blieb leider auch aus. Lange sah es gut aus. Am Ende eine denkbar knappe Niederlage in fünf Sätzen. Was dann folgte ist schnell erzählt….
Hübi konnte seine Form vom Wochenende kompensieren und strotzt zur Zeit vor Selbstbewusstsein. Ein klarer 3:0 Sieg gegen Brett 1. Dennis Ego hingegen hat seit dem Wochenende scheinbar einen Knacks bekommen. Spiele unter der Woche waren zwar noch nie sein Ding, aber knappe Spiele hat er bisher fast immer gewonnen. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist irgendwie weg. An diesem Abend wieder zwei knappe in 5 Satzniederlagen. Als Christoph dann aber erstmals punktete, kam nochmal kurz Hoffnung auf. Sein Gegner hatte extreme Probleme mit Christophs Service. Zuschauer fühlten sich an Jens erinnert, der Christophs Aufschläge regelmäßig frisst. Vielleicht ist der Knoten bei Christoph nun ein wenig geplatzt. Patrick im ersten Einzel diesmal völlig ohne Chance. Das zweite Einzel von Patrick sah da schon besser aus, zählte aber nicht mehr, da Hübi gegen den Mülheimer Abwehrer in einer Taktikschlacht den Kürzeren zog. Vorher hatten Tim und Jens im unteren Paarkreuz noch das Nachsehen. Tim kam gegen kompromisslosen Angriff des Linkshänders nicht ins Spiel. Jens verlor etwas unglücklich mit jeweils 2 Punkten Unterschied in engen 4 Sätzen. Sein Gegner brachte es fertig ein Vielzahl seiner Aufschläge anzugreifen und machte Jens das Leben mit Spinbällen und Schnittaufschlägen schwer. Am Ende stand es 2:9 gegen uns. Die Niederlage war grundsätzlich verdient –vielleicht nicht in der Höhe. Verlieren macht bekanntlich nie Spaß, knapp verlieren aber noch weniger. So versuchten wir uns das unter der Dusche schön zu reden und zu Recht zu legen. Mühlheim ist in dieser Aufstellung sicherlich eine Mannschaft die oben mitspielen kann. In einer guten Form könnten wir da sicherlich mithalten, aktuell offensichtlich nicht. Es wird Zeit die Ziele anzupassen. Abstiegskampf ist angesagt. Wie beim FC Köln……
…..der erste Teil der englischen Wochen ist vorüber. Insgesamt ein eher ernüchterndes Wochenende für uns. Aber der Reihe nach….
Am Samstag ging es zunächst gegen den Tabellenletzten Tusem Essen. Vom Papier her waren wir in einer Favoritenrolle, da wir diesmal sogar komplett angetreten sind. Die Essener kündigten jedoch bereits zur Begrüßung vollmundig an, die Punkte in Essen belassen zu wollen, was sich ein Stück weit auch bewahrheitete. In den Doppeln hatten wir eine Umstellung vorgenommen, die Dennis frühmorgendlichen Besuch in Köln geschuldet ist. Bekanntlich beginnt in Köln am 11.11. die fünfte Jahreszeit und Dennis war diesmal mit dabei….Kurz vor Spielbeginn traf er in der wunderschönen Essener Sporthalle ein. Da wir dies vorher wussten, spielte Dennis diesmal mit seinem alten Doppelpartner Tim nur im Doppel 3. Christoph und Jens vertraute man diesmal das Doppel 1 an, was im Nachhinein eine weise Entscheidung war. Patrick und Hübi, die früher auch schon einmal recht erfolgreich Doppel gespielt haben, landeten im Doppel 2. Die Hoffnung war so ggf. mit 3 gewonnen Doppeln in Führung gehen zu können. Dies sollte uns auch fast gelingen. Unsere Alt Internationalen Christoph und Jens lösten ihre Aufgabe souverän mit 3:0. Dennis und Tim klauten sich Satz 2 nach hohem Rückstand noch und siegten dann mit 3:0 Sätzen. Lediglich Hübi und Patrick mussten gegen Doppel 1 eine 0:3 Niederlage hinnehmen. Die provokante These eines Mitspielers, der als Sportbild Abonnement in vielen Sportarten kundig ist, schoss dem ein oder anderen reflexartig durch den Kopf. Der uns allen bekannte Hobbyanalyst kam zu der These, dass Patricks Doppelleistungen vergleichbar seien, mit dem Managergeschick eines Jörg Schmadtke. Dieser Vergleich wurde nicht einfach so rausgehauen, sondern mit stichhaltigen Fakten unterlegt. Dem sportinteressierten Leser möchten wir diese Fakten natürlich nicht vorenthalten. ‚Zur Erinnerung: Jörg Schmadtkes hatte auf allen Managerposten anfänglich großen Erfolg. Zunächst in Aachen, später in Hannover und bis vor kurzem in Köln. Nach dem Erfolg kam aber jeweils eine andauernde Krisenzeit, was man aktuell in Köln beobachten kann. Oder anders gefragt…..Wo spielt aktuell eigentlich Allemania Aachen ? Patricks Doppelqualitäten sind grundsätzlich unbestritten. Er hat keinen erkennbaren Schwachpunkt und kann im Grunde jeden Ball spielen. Aber seine Doppelbilanzen bekamen nach einer Hochphase irgendwann immer einen Einbruch. In der Reihenfolge zunächst mit Christoph, später Jens, vor 2 Jahren ein erfolgreiches Doppel mit Hübi und zuletzt mit Dennis….nach Sternstunden der Einbruch…..Die Parallelen zu Jörg Schmadtke sind leider unverkennbar…. Dies – so sieht es mittlerweile auch der Vorstand- muss in den kommenden Doppelkonstellationen und der Einkaufspolitik des TTC nachhaltig Berücksichtigung finden. Kommen wir aber zurück zum letzten Wochenende. Dennis –ich muss es leider sagen- war an diesem Spieltag ein Schatten seiner selbst. Die gewohnte Spritzigkeit und Sicherheit war dem Kölsch gewichen und er nahm heute seine ersten Niederlagen in Kauf. Sowohl im ersten wie im zweiten Einzel musste er nach verzweifelter Gegenwehr gratulieren. Er wurde zwar von Satz zu Satz und Frischluft etwas besser, aber an diesem Tag sollte es letztlich in beiden Einzeln nicht reichen. Hübi hingegen war heute voll da und spielte seinen Stiefel konzentriert runter. Ohne leichte Fehler gab er keinen Satz ab und sorgte dafür, dass wir bei Tusem dran blieben. Im mittleren Paarkreuz mussten Patrick und Christoph gegen einen asiatischen Rentner ran, der mit Penholder spielte. Trotz des hohen Alters spielte dieser wirklich gut auf und fertigte unsere Jungs jeweils mit 3:0 ab. Gegen den gegnerischen 4er, der mit einer Störnoppe agierte, setzte sich Patrick im Entscheidungssatz durch. Christoph hat leider weiterhin Probleme seine Form zu finden. Die Schmerzen in der Schulter haben zwar nachgelassen, aber es fehlt nun das Training und die Erfolgserlebnisse. Gegen den 4 er folgte eine Niederlage in 5. Sätzen. Wir hoffen alle auf eine „Auferstehung“ des Christopherus in der Rückrunde. Dann voraussichtlich im unteren Paarkreuz. Hätte Tim in seinem ersten Einzel gegen den Essener Kurznoppenspieler seine 2:0 Satzführung in einen Sieg umgemünzt, wären wir wahrscheinlich als Sieger nach Wuppertal heimgekehrt. Leider folgte erneut eine 5 Satz Niederlage. Im zweiten Einzel war dann beim 0:3 nicht viel drin für Tim. Zum Glück konnte Jens seine Serie ausbauen und unten 2-fach punkten, so dass wir zumindest ins Schlussdoppel kamen. Dort zeigten Christoph + Jens ihren Gegnern, wie Aufschlag/Rückschlag richtig funktioniert. Durch den Sieg kam man nach 7:8 Rückstand zumindest noch zum Unentschieden. Man sollte lieber nicht drüber nachdenken, was drin gewesen wäre, wenn Dennis Normalform gehabt hätte und Christoph oder Tim mal ihren Krisenmodus verlassen würden.
Am nächsten Tag ging es in einer schwächeren Aufstellung erneut nach Essen. Diesmal gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Stoppenberger. Christoph und Jens wurden durch Frank Persy und Heike Stoffel ersetzt. Vielen Dank vorab für euren Einsatz. Die Doppel wurden erneut umgestellt, was jedoch nur bedingt Erfolg brachte. Dennis und Hübi als neues Doppel 1 kamen zu einem Pflichtsieg. Frank und Patrick hatten gegen Doppel 1 ebenso keine Chance, wie Tim und Heike im Doppel 3. Im oberen Paarkreuz blieb Hübi erneut ungeschlagen und imponierte vor allem taktisch. Gegen den für ihn unangenehm spielenden Materialspieler Greifenhagen setzte er sich souverän mit 3:1 durch. Die Hoffnung, dass Dennis wieder Normalform zeigen würde, erfüllte sich leider nicht. Auch heute gelang ihm nicht viel, was zu zwei unerwarteten Niederlagen führte. Im mittleren Paarkreuz musste diesmal der zuletzt im unteren Paarkreuz glücklos agierende Tim ran. Heute lief es etwas besser für ihn. Beinah hätte es heute zu einem doppelten Punktgewinn gereicht. Im ersten Einzel holte ihn aber der 5 Satz Fluch ein. Dafür gewann er sein zweites Einzel deutlich mit 3:0. Patrick scheint sich aus seinem Formtief so langsam zu erholen. Heute zeigte er eine seiner besseren Leistungen der Saison und konnte beide Einzel für sich entscheiden, wodurch wir zumindest immer in Reichweite blieben. Im unteren Paarkreuz musste Frank überraschend nach beiden Einzeln knapp gratulieren. Zumindest in einem Einzel sah er als zunächst sicherer Sieger aus, fühlte sich dann aber eine Spur zu sicher. Heike konnte hingegen positiv überraschen und nach verlorenen 1. Einzel, im 2. Einzel gegen einen Kreisligaspieler klar gewinnen. Dadurch kamen wir zumindest ins Schlussdoppel. Hier kam nach gewonnen ersten Satz Hoffnung auf, vielleicht doch noch etwas zählbares mitzunehmen. Leider drehten die Stoppenberger die Partie noch, was im Endergebnis die 7:9 Niederlage bedeutete. Dadurch sind wir jetzt unerwartet im unteren Drittel der Tabelle drin. Die folgenden Spiele gegen Mühlheim und Lintorf werden gefühlt eine Ecke schwerer. Aber vielleicht ist es ja genau das, was wir brauchen um bessere Leistungen abzurufen…..
