…..das letzte Spiel der Saison stand an und man war sich der Bedeutung der Partie durchaus bewusst. Hatte man vor der Saison noch ambitionierte Ziele und wollte vorne mitmischen, musste man sich nun endgültig bewusst werden, dass kleinere Brötchen gebacken werden müssen. Bedingt durch Verletzungssorgen, Terminprobleme, Formkrisen, etc. haben wir in den letzten Wochen doch einige Punkte liegen lassen und sind etwas unerwartet ins untere Drittel der Tabelle gerutscht. Unser Gast von den Südhöhen hatte lange Zeit auch das Pech am Schläger, zeigte aber in den letzten Wochen eher steigende Form und konnte sich aus den unteren Regionen etwas absetzen. Da uns die Truppe von Germania gut bekannt ist, konnte man dennoch von einem Duell auf Augenhöhe sprechen und stellte sich auf einen langen Abend ein. Beide Teams konnten komplett antreten. Es stellte sich leider heraus, dass die Doppel weiterhin ein Schwachpunkt bei uns sind. Christoph und Patrick agierten als Doppel 1 glücklos und passiv zu anfällig gegen Schlüter/Ewers. Zwar kämpften sie sich nach 0:2 Rückstand noch in den fünften Satz. Nach schlechten Start hatten sie dann aber das Nachsehen. Dennis und Jens hatten sich viel vorgenommen und wollten gegen das gegnerische Doppel Eins ein Break schaffen. Davon waren sie diesmal aber weit entfernt. Kampmann/Andre machten es clever. Sie verteilten die Bälle gut und waren im passiven Spiel zu sicher. Viele leichte Fehler führten zu einer klaren 0:3 Niederlage. Zum Glück haben wir zumindest im Doppel Drei mittlerweile eine Konstante gefunden, die uns vor der Katastrophe bewahrte. Hübi und Tim überzeugten erneut im Doppel Drei und konnten die knappen Situationen für sich entscheiden. Wir lagen nach den Doppeln also 1:2 zurück. Vorne folgten dann 2 heiss umkämpfte Partien. Dennis tat sich gegen offensiv starken Kampmann zunächst schwer und musste einen Satzrückstand ausgleichen, ehe er sich im fünften Satz dann doch noch durchsetzte. Hübis Partie gegen Schlüter war geprägt von sehr langen Ballwechseln, die wirklich was fürs Auge der Zuschauer waren. In dramatischen 5. Sätzen rang er seinen Gegner nieder und wir führten erstmals mit 3:2. In der Mitte hatte Christoph dann gegen Mauersberger keine echte Chance und verlor glatt mit 0:3. Am Nachbartisch kämpfte sich Patrick gegen einen seiner Angstgegner in den fünften Satz und führte bereits mit 7:2. Spieler Andre kämpfte sich aber heran und die Partie ging in die Verlängerung. Am Ende hatte Patrick unglücklich das Nachsehen. Dadurch lagen wir nun wieder 3:4 zurück. Da der Spieler Ewers seine Spiele vorziehen musste, spielte er zunächst gegen Tim. Tim hatte Probleme mit dem variantenreichen Spiel des Materialspielers. Ab Satz 3 lief es dann besser und es sah so aus, als könnte Tim die Partie noch drehen. Im vierten Satz konnte er jedoch eine Führung nicht nutzen und mußte gefrustet gratulieren. Auch Jens tat sich im Anschluss schwer gegen Ewers und lag überraschend mit 1:2 zurück. Es gelang ihm aber zurück ins Spiel zu kommen und konzentrierter zu agieren. Durch seinen Punkt und das vorgezogene Spiel von Ewers gegen Tim stand es somit 4:5 gegen uns. Als Tim im zweiten Einzel dann gegen Felsch hohe Führungen nicht ins Ziel brachte, lagen wir bereits mit 4:6 zurück. Auf der Bank wurde es unruhig und die Luft wurde dünn. Der zweite Durchgang stand an und jetzt mussten Punkte her. Die blieben jedoch weiterhin zunächst aus….Dennis kam gegen den sicher agierenden Schlüter nicht durch und verlor in fünf Sätzen. Für Hübi stand die Partie gegen seinen „Ziehsohn“ Tim Kampmann an. Beide waren entsprechend nervös. Hübi merkte man aber nicht an schlecht geschlafen zu haben und er schaffte es scheinbar besser die Nervösität abzulegen. Er  liess seinen Kumpel von Beginn an nicht ins Spiel kommen und machte richtig Dampf. In einer fehlerlosen Partie gewann er klar mit 3:0 und hielt uns zumindest etwas  im Rennen. Leider konnten sowohl Patrick, als auch Christoph nicht an die Glanzmomente vom Spiel gegen Velbert anknüpfen. Beide spielten zwar gut, aber Mauersberger und Andre konnten in den entscheidenen Momenten irgendwie immer noch einen drauf setzen. Erneute knappe Niederlagen waren die Folge. Dadurch das Tim gegenEwers bereits verloren hatte, war das Spiel von Jens gegen Felsch jetzt nur noch etwas für die Statistik. Hier konnte Jens dem jungen Germanen immerhin mit 3:0 noch seine erste Niederlage im unteren PK zufügen. Letztlich jedoch nur Ergebniskosmetik zum 6:9.

Der Abend endete dennoch nett beim Bier Pong Spiel in der Halle und einem gemeinsamen Clubbesuch im Wuppertaler Nachtleben. Hier konnte der ein oder andere mit Hilfe von flüssigen Hilfsmitteln den TT Frust ein wenig verdrängen.

Fazit/Ausblick:

Wir stehen durch diese Niederlage nur kurz vor einem Relegationsplatz, womit keiner von uns gerechnet hätte. Die Hinrunde war somit eine ziemliche Katastrophe. Wie bereits erwähnt sorgten Verletzungssorgen und Terminprobleme dafür, dass Patrick ständig gefordert war Ersatz zu besorgen oder Spiele zu verlegen. Hinzu kam, dass im Grunde nur 3 Spieler Normalform gezeigt haben. Dennis hat grundsätzlich das gespielt, was er kann. Seine 0:6 Serie, aufgrund des Karnevals Weekends hat ihm die Bilanz versaut und uns überraschend Punkte gekostet. Hübi spielte konstant wie eh und jeh. Die Spiele die er gewinnen kann (alles um die 1800), die gewinnt er in der Regel auch. Darüber hinaus muss er erstmal geschlagen werden. In fast jedem Spiel ist er dran und macht seinem Gegner das Leben schwer. Jens hat mit einer 12:2 Bilanz nicht viel falsch gemacht. Die Gegner haben weiterhin große Probleme mit Aufschlag und Schnittwechsel. Er wird aller Voraussicht nach die RR im mittleren PK spielen und alle wichtigen Partien mitmachen, um die nötigen Punkte einzufahren. Bei Patrick gab es Höhen und Tiefen. Gegen Velbert hatte er seine Glanzstunde mit Siegen gegen Boden und Stein. Es gab aber auch einige Regentage, die ich hier nicht erneut nennen muss. Die Rückrunde kann bei ihm im Grunde nur besser werden. Das Gleiche gilt für Christoph und Tim. Christoph war die gesamte Vorrunde mit Verletzungen geplagt und kam nur schwer in Form. Zum Ende der Serie wurde es dann etwas besser. Im unteren PK wird er sich das abhanden gekommene Selbstvertrauen hoffentlich zurück erlangen. Bei Tim kann es ebenfalls nur besser werden. Viele knappe Niederlagen haben das Selbstvertrauen schrumpfen lassen. Vom nervenstarken Charles Ronson war zuletzt nicht mehr viel übrig. Die Materialumstellung hat ihm trotzdem gut getan. Wenn der Rückrundenstart gelingt wird er wieder Punkte gut machen und mit Sicherheit eine bessere Rückrunde spielen. Zuletzt haben wir mit dem Langzeitverletzten Granne auch noch einen siebten Mann in der Hinterhand, der in Normalform unten nicht viel verlieren dürfte. Er wird zur Rückrunde wieder angreifen, so dass ich recht optimistisch bin, dass die dramatische Tabellensituation nur eine Momentaufnahme ist.

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