…..der erste Teil der englischen Wochen ist vorüber. Insgesamt ein eher ernüchterndes Wochenende für uns. Aber der Reihe nach….

Am Samstag ging es zunächst gegen den Tabellenletzten Tusem Essen. Vom Papier her waren wir in einer Favoritenrolle, da wir diesmal sogar komplett angetreten sind. Die Essener kündigten jedoch bereits zur Begrüßung vollmundig an, die Punkte in Essen belassen zu wollen, was sich ein Stück weit auch bewahrheitete. In den Doppeln hatten wir eine Umstellung vorgenommen, die Dennis frühmorgendlichen Besuch in Köln geschuldet ist. Bekanntlich beginnt in Köln am 11.11. die fünfte Jahreszeit und Dennis war diesmal mit dabei….Kurz vor Spielbeginn traf er in der wunderschönen Essener Sporthalle ein. Da wir dies vorher wussten, spielte Dennis diesmal mit seinem alten Doppelpartner Tim nur im Doppel 3. Christoph und Jens vertraute man diesmal das Doppel 1 an, was im Nachhinein eine weise Entscheidung war. Patrick und Hübi, die früher auch schon einmal recht erfolgreich Doppel gespielt haben, landeten im Doppel 2. Die Hoffnung war so ggf. mit 3 gewonnen Doppeln in Führung gehen zu können. Dies sollte uns auch fast gelingen. Unsere Alt Internationalen Christoph und Jens lösten ihre Aufgabe souverän mit 3:0. Dennis und Tim klauten sich Satz 2 nach hohem Rückstand noch und siegten dann mit 3:0 Sätzen. Lediglich Hübi und Patrick mussten gegen Doppel 1 eine 0:3 Niederlage hinnehmen. Die provokante These eines Mitspielers, der als Sportbild Abonnement in vielen Sportarten kundig ist, schoss dem ein oder anderen reflexartig durch den Kopf. Der uns allen bekannte Hobbyanalyst kam zu der These, dass Patricks Doppelleistungen vergleichbar seien, mit dem Managergeschick eines Jörg Schmadtke. Dieser Vergleich wurde nicht einfach so rausgehauen, sondern mit stichhaltigen Fakten unterlegt. Dem sportinteressierten Leser möchten wir diese Fakten natürlich nicht vorenthalten. ‚Zur Erinnerung: Jörg Schmadtkes hatte auf allen Managerposten anfänglich großen Erfolg. Zunächst in Aachen, später in Hannover und bis vor kurzem in Köln. Nach dem Erfolg kam aber jeweils eine andauernde Krisenzeit, was man aktuell in Köln beobachten kann. Oder anders gefragt…..Wo spielt aktuell eigentlich Allemania Aachen ? Patricks Doppelqualitäten sind grundsätzlich unbestritten. Er hat keinen erkennbaren Schwachpunkt und kann im Grunde jeden Ball spielen. Aber seine Doppelbilanzen bekamen nach einer Hochphase irgendwann immer einen Einbruch. In der Reihenfolge zunächst mit Christoph, später Jens, vor 2 Jahren ein erfolgreiches Doppel mit Hübi und zuletzt mit Dennis….nach Sternstunden der Einbruch…..Die Parallelen zu Jörg Schmadtke sind leider unverkennbar…. Dies – so sieht es mittlerweile auch der Vorstand- muss in den kommenden Doppelkonstellationen und der Einkaufspolitik des TTC nachhaltig Berücksichtigung finden. Kommen wir aber zurück zum letzten Wochenende. Dennis –ich muss es leider sagen- war an diesem Spieltag ein Schatten seiner selbst. Die gewohnte Spritzigkeit und Sicherheit war dem Kölsch gewichen und er nahm heute seine ersten Niederlagen in Kauf. Sowohl im ersten wie im zweiten Einzel musste er nach verzweifelter Gegenwehr gratulieren. Er wurde zwar von Satz zu Satz und Frischluft etwas besser, aber an diesem Tag sollte es letztlich in beiden Einzeln nicht reichen. Hübi hingegen war heute voll da und spielte seinen Stiefel konzentriert runter. Ohne leichte Fehler gab er keinen Satz ab und sorgte dafür, dass wir bei Tusem dran blieben. Im mittleren Paarkreuz mussten Patrick und Christoph gegen einen asiatischen Rentner ran, der mit Penholder spielte. Trotz des hohen Alters spielte dieser wirklich gut auf und fertigte unsere Jungs jeweils mit 3:0 ab. Gegen den gegnerischen 4er, der mit einer Störnoppe agierte, setzte sich Patrick im Entscheidungssatz durch. Christoph hat leider weiterhin Probleme seine Form zu finden. Die Schmerzen in der Schulter haben zwar nachgelassen, aber es fehlt nun das Training und die Erfolgserlebnisse. Gegen den 4 er folgte eine Niederlage in 5. Sätzen. Wir hoffen alle auf eine „Auferstehung“ des Christopherus in der Rückrunde. Dann voraussichtlich im unteren Paarkreuz. Hätte Tim in seinem ersten Einzel gegen den Essener Kurznoppenspieler seine 2:0 Satzführung in einen Sieg umgemünzt, wären wir wahrscheinlich als Sieger nach Wuppertal heimgekehrt. Leider folgte erneut eine 5 Satz Niederlage. Im zweiten Einzel war dann beim 0:3 nicht viel drin für Tim. Zum Glück konnte Jens seine Serie ausbauen und unten 2-fach punkten, so dass wir zumindest ins Schlussdoppel kamen. Dort zeigten Christoph + Jens ihren Gegnern, wie Aufschlag/Rückschlag richtig funktioniert. Durch den Sieg kam man nach 7:8 Rückstand zumindest noch zum Unentschieden. Man sollte lieber nicht drüber nachdenken, was drin gewesen wäre, wenn Dennis Normalform gehabt hätte und Christoph oder Tim mal ihren Krisenmodus verlassen würden.

Am nächsten Tag ging es in einer schwächeren Aufstellung erneut nach Essen. Diesmal gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Stoppenberger. Christoph und Jens wurden durch Frank Persy und Heike Stoffel ersetzt. Vielen Dank vorab für euren Einsatz. Die Doppel wurden erneut umgestellt, was jedoch nur bedingt Erfolg brachte. Dennis und Hübi als neues Doppel 1 kamen zu einem Pflichtsieg. Frank und Patrick hatten gegen Doppel 1 ebenso keine Chance, wie Tim und Heike im Doppel 3. Im oberen Paarkreuz blieb Hübi erneut ungeschlagen und imponierte vor allem taktisch. Gegen den für ihn unangenehm spielenden Materialspieler Greifenhagen setzte er sich souverän mit 3:1 durch. Die Hoffnung, dass Dennis wieder Normalform zeigen würde, erfüllte sich leider nicht. Auch heute gelang ihm nicht viel, was zu zwei unerwarteten Niederlagen führte. Im mittleren Paarkreuz musste diesmal der zuletzt im unteren Paarkreuz glücklos agierende Tim ran. Heute lief es etwas besser für ihn. Beinah hätte es heute zu einem doppelten Punktgewinn gereicht. Im ersten Einzel holte ihn aber der 5 Satz Fluch ein. Dafür gewann er sein zweites Einzel deutlich mit 3:0. Patrick scheint sich aus seinem Formtief so langsam zu erholen. Heute zeigte er eine seiner besseren Leistungen der Saison und konnte beide Einzel für sich entscheiden, wodurch wir zumindest immer in Reichweite blieben. Im unteren Paarkreuz musste Frank überraschend nach beiden Einzeln knapp gratulieren. Zumindest in einem Einzel sah er als zunächst sicherer Sieger aus, fühlte sich dann aber eine Spur zu sicher. Heike konnte hingegen positiv überraschen und nach verlorenen 1. Einzel,  im 2. Einzel gegen einen Kreisligaspieler klar gewinnen. Dadurch kamen wir zumindest ins Schlussdoppel. Hier kam nach gewonnen ersten Satz Hoffnung auf, vielleicht doch noch etwas zählbares mitzunehmen. Leider drehten die Stoppenberger die Partie noch, was im Endergebnis die 7:9 Niederlage bedeutete. Dadurch sind wir jetzt unerwartet im unteren Drittel der Tabelle drin. Die folgenden Spiele gegen Mühlheim und Lintorf werden gefühlt eine Ecke schwerer. Aber vielleicht ist es ja genau das, was wir brauchen um bessere Leistungen abzurufen…..

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