Nachdem die Mannschaftsaufstellunge durch schon erwähnten QTTR-Wert gegenüber den vergangenen 15 stabilen Jahren zumindest verbeult wurde, musste sich das Kernteam aus Brocki, Torsten und Jürgen neuen Aufgaben stellen. Es galt Arndt, das Labertäschchen, der sein Time-Out-Konto schon vor Spielbeginn voll ausreizte, Krücki- Wo und Wann und Was spielen wir überhaupt, Stefan der zu viel plant und dabei schon mal das Spiel des Gegners übersieht und Kelmi, Weltreisender in Sachen Geschäfte, aber erstaunlich wie erfreulich oft mit an der Platte, zu integrieren.

Das bei so weit gestreuten Aufgaben nicht alles glatt gehen konnte war klar. So konnte Arndt, zu Beginn als Einziger jenseits der 1600er Marke, der Sturz von Brett 1 auf Brett 6 zur RR, nicht verhindert werden. Es schob sich Jürgen mehr durch Coaching denn durch Spielen auf die Pole vor, um danach dem gleichen Schicksal zu folgen. Sozialer Anstrich ist dem QTTR-Wert sowas von schnuppe. Zugleich zeigte es sich allerdings was es heißt vom Spirit der einzig wahren 3. Des TTCs zu inhalieren. Brocki mit stabiler Noppe, Torsten über den Kampf zusammen mit Krücki, Vorbereitung ist Schnee von gestern- Wegballern ist Trumpf, avancierten zu ungeahnten Punktelieferanten. Wenn Kelmi jetzt noch erkennt, dass das Spiel schon im 1.Satz beginnt und Stefan besser blockt als blogt, sollten und QTTR-Wert, WTTV, Plastikball, immer neue Trikots und Doodle-Listen nur noch als Randnotiz der Geschichte erscheinen.

Einem Highlight der Saison konnte jedenfalls jegliche Einflussnahme nichts anhaben: der Mannschaftstour. Um dabei nicht nur besagte Resilienz des Einzelnen sonder auch des Teams zu steigern, durften einige Gäste teilnehmen. Mit Ali, Harry, Jörg, Kidde und Marco ging´s zu 11 Mann ab in die Eifel. Supi Hütte, grenznah zu Belgien aber eigentlich gefühlt in Holland gelegen, ging beim zünftigen Grillen, Kicken vor der Haustür, jede Menge Kultur im und neben dem Glas, die Post ab.

So, und wer jetzt meint, sich durch clevere Entwicklung seines QTTR-Wertes ins Team der 3. zu schummeln, der sei vor den Risiken und Nebenwirkungen durch seinen Arzt oder Apotheker gewarnt.

Unsere Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Kreisklasse geht dagegen etwas unter, da wir so souverän (besser als der FC Bayern München) durch die Saison marschiert sind. Tabellenführer vom ersten bis zum letzten Spieltag, ungeschlagen mit 40:0 Punkten und die Spielergebnisse im Durchschnitt etwas unter 9:2. Das mag wahrlich historisch und vielleicht etwas langweilig sein, aber so ist es nicht für uns.

Wir sind mittlerweile eine homogene Truppe, geprägt durch gesunden sportlichen Ehrgeiz, Harmonie, Zuverlässigkeit und Toleranz, sodass es uns allen Spaß macht in dieser Mannschaft Tischtennis zu spielen.

Daraus resultiert dann auch der Erfolg.

Die Struktur unserer Mannschaft spannt altersmäßig einen weiten Bogen:

  • über die Jungzeit, Rubrik Jugend forscht und studiert, hier Tobias und Pascal
  • weiter über das Mittelalter, gestandene Männer, hier Bastian, Florian und Sacha
  • bis zur Antike, jung gebliebene Oldtimer, hier Wilhelm und Arno

Hinzu kam bei Bedarf problemlose und dankenswerte Hilfe aus der 7. Mannschaft.

Bei aller Euphorie sind wir realistisch genug daran zu denken, dass wir nächste Saison in der höheren Klasse mehr gefordert werden. Wir stellen uns aber gerne dieser Aufgabe und wollen auch dort kräftig mitmischen. Zunächst wollen wir aber erst mal mit einem Match gegen die 5. Herrenmannschaft eine Standortbestimmung vornehmen.

Darüberhinaus hoffen wir, dass unsere tolle Truppe nicht auseinander gerissen wird.

Zum Schluss noch eine alte Sport Regel: Nach der Saison ist vor der Saison!!!

Eure 6. Mannschaft

Das Ritual mit dem Anschwitzen in eigener Halle hatte sich gegen Groß-Ösinghausen schon bewehrt. Da es diesmal wieder ein Spiel zu unzivilisierter Zeit am Sonntagmorgen war, wurde dieses Ritual erneut beschworen. Um kurz nach 8 waren alle 7 (gut Maik etwas später) Spieler bereits an der Platte um sich warm zu machen und den Kreislauf hoch zu fahren. Nicht nur aus purem Eigenschutz sei auch dankend erwähnt, das Franzi ebenfalls den Schläger ausgepackt hatte, damit wir auf eine grade Anzahl von Spielern kamen.

Rüber in die Halle nach Gruiten und ab an die bisher so ungeliebten Doppel, mit einer kleinen taktischen Umstellung. Daniel, der nur für das Doppel aufgestellt war, spielte mit Peter das 3. Doppel. Das neue Nummer 1 Doppel, Ismail & ich, fingen aber gleichzeitig mit Doppel 2 Maik & Wolle an. Und man staunte nicht schlecht als es nach den Doppeln sogar 2:1 für den TTC stand.

 

Durch den Wunsch der Gastgeber, die Spiele des an 6 spielenden Thorsten Haarhoff vorzuziehen, kam dann etwas Wirrwarr in den Ablauf. Somit war das erste Einzel direkt für unseren Wolle gedacht. Beflügelt von seinem Doppelsieg konnte er dieses auch gewinnen. Ob dieses Spiel, das eigentlich als letztes Einzel überhaupt gewertet werden würde noch zum Tragen kommt, war zu dem Zeitpunkt noch offen.

Zurück zum „normalen“ Ablauf. Ismail und Maik konnten am oberen Paarkreuz auch überzeugen, gewannen viele Sätze in der Verlängerung und konnten 2 Punkte in Richtung Meisterschaft zusteuern. Somit stand es bereits 4:1 mit einem im Sinn. Fehlten noch 3 Punkte, da ein Unentschieden für uns ausreichend sein sollte.

Dann folgte das zweite vorgezogene Spiel, was Peter sehr souverän heim fuhr. Da waren‘s nur noch 2!!

Nun war die Mitte, von der man sich laut Papier in diesem Spiel am Meisten versprochen hatte, an der Reihe. Während Martin relativ chancenlos sein Spiel abgeben musste, konnte ich im 5. Satz einen Sieg erkämpfen. Hier zeigte sich der sagenumwogene Tischtennis-Gott das erste Mal. Den entscheidenden 5. Satz fing ich mit 3 Netzrollern an, was dem Gegner wohl die letzte Motivation raubte.

Da die hohen Mächte schon mal in der Halle waren, hätten Sie gleich für ein Märchen sorgen können. Mit nunmehr 7+1 Punkt fehlte offiziell nur noch ein Einziger um sicher die Meisterschaft nach Hause zu holen. Was wäre das für eine Story, wenn der Pechvogel der Mannschaft – Wolle – gerade diesen holen sollte. Hatte er doch einige entscheidende Spiele knapp und unglücklich im 5. Satz verloren in der Rückrunde. Machen wir es kurz: Die Götter sprachen: „So sei es!“, Wolle gewinnt im 5. Satz (!!) und holt den entscheidenden Punkt!

! ! ! M E I S T E R ! ! !

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Danach war etwas die Luft raus. Natürlich kämpften wir noch, da wir nicht zu wettbewerbsverzerrend spielen wollten, da es für Gruiten immerhin noch um den Relegationsplatz gehen könnte. Ismail gewinnt sehr deutlich und holt den 8 (+1). Punkt. Martin und Olli machten den schwarzen Tag für die Mitte perfekt und vergaben beide.

Somit war es rein vom Papier Wolle vorbehalten, das bereits gespielte Spiel zum 9. Punkt nach Wuppertal zu holen. Das bedeutet, er hat verdienterweise den 8. und 9. umjubelten Punkt in diesem verrückten Spiel geholt. Und wenn es einer verdient hatte, dann er !

Ende 9:6 Sieg vor 75 Zuschauern in der Halle, die zu gleichen Teilen verteilt waren. Es ist einfach fantastisch und unglaublich, wie die Mannschaft in der Saison von den Fans zum Titel getragen wurde. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Vielen Dank !

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Ein persönliches Wort am Ende. Ein Freund von mir aus dem alten Verein, der den weiten Weg auch nach Gruiten gefunden hatte, fragte mich nach der Verabschiedung, was das denn gewesen sei ? Ob jetzt jeder noch ein Gedicht hätte aufsagen müssen. Da hab ich wieder gewusst. Die WWTV’ler sind doch anders als viele andere 🙂

Jetzt ist Pause und die Vorbereitungen für die Meisterschafts-Fahrt beginnen! 

Wir hatten es im Grunde nicht mehr selber in der Hand. Dafür sind Ronsdorf und Lintorf vom Papier einfach zu gut. Es sollte nur noch darum gehen unsere Minimalchance zu wahren und möglichst im Punkteverhältnis weiter gut abzuschneiden, falls die anderen patzten. Vor dem Spiel gegen Ronsdorf war aber klar das Derendorf und Fortuna nicht gepatzt hatten. Beide machten ihre Hausaufgaben und sackten – zum Teil überraschend- 2 Points ein. Somit waren nur noch Remscheid (knappe Niederlage gegen Elfringhausen) + Derendorf als direkte Konkurrenten im Rennen. Beide aber mit dem deutlich leichteren Restprogramm.  Als wir in Ronsdorf die Halle betraten kam aber sowas wie Hoffnung auf. Das Pech der Ronsdorfer (Brett 1 hat sich festgespielt, Brett 4 auf Klassenfahrt, Brett 2 kurzfristige Erkrankung) führte dazu, dass wir es mit einer lösbaren Aufgabe zu tun bekamen. Uns allen war klar, dass auch dies noch schwer genug werden würde. Aber vom Papier her waren wir nun sogar in der Favoritenrolle. Die Doppel wollten wir nun umstellen, um ggf. für eine Überraschung zu sorgen. Zu der wäre es auch fast gekommen. Granne und Persy gingen letztlich klar mit 1:3 unter und auch Christoph und Patrick waren schon kurz vor einer Niederlage. Zum Glück konnten sie das Ding noch mit 11:9 im fünften Satz gewinnen. Bernie und Jens brachten uns dann erstmals relativ souverän gegen das gegnerische Doppel 3 mit 3:1.

Oben bekamen wir es mit unserem ehemaligen Mannschaftskollegen C. Wege und dem Nachwuchstalent S. Luckey zu tun. In einer hochklassigen Partie konnte Christoph gegen Wege hauchdünn im 5. Satz gewinnen. In den anderen 3 Partien waren die Ronsdorfer an diesem morgen einfach ne Ecke besser. Unser schwächelndes mittleres Paarkreuz konnte diesmal ganz wichtige 3 Punkte beisteuern. Patrick souverän 3:1 gegen Kaib und 3:1 gegen St. Klein. Jens mit 3:0 gegen Klein und wie zuletzt gewohnt mit 2:3 gegen Kaib. Der letzte Fünfsatz- Sieg ist schon ne gefühlte Ewigkeit  her. Im unteren Paarkreuz bekamen es Bernie und Frank mit 2 weiteren Nachwuchskräften der Ronsdorfer zu tun, welche aber bereits auf Bezirksebene Erfahrung sammeln konnten. Hier lagen Glück und Unglück nah beinander. Während Bernie beide Partien nach Satzführung jeweils hauchdünn in 5. Sätzen verlor, gelang Frank nach Satzrückständen jeweils noch die Wende. Nach einer 6:2 Führung lagen wir zwischenzeitlich wieder 6:7 hinten. Das Traumata der vergangenen Wochen kam bei dem ein oder anderen wieder hoch. Im Schlussdoppel machten Christoph und Patrick dann zur Erleichterung von zahlreichen Zuschauern + Spielern des TTC den Sack zu. Ein nicht zu erwartender 9:7 Sieg stand zu Buche und somit der Klassenerhalt.  Ein Dank an dieser Stelle nochmal allen Zuschauern und Untersützern, die uns in den letzten Wochen begleitet haben. Die Erleichterung war allen Beteiligten deutlich anzusehen.

Aber was waren die Gründe für eine der schwersten Saisons der gefühlten letzten 10 Jahre. Vielleicht liegt es daran, dass die Spielklasse einfach ne Ecke stärker geworden ist. Mannschaften wie Remscheid, Fortuna oder Derendorf spielten letztlich auch in ähnlicher Formation jahrelang in dieser Klasse und hatten in der Regel nie Abstiegssorgen. Ein weiteres Problem war diese Saison die liebe Gesundheit. Es war schon ein richtiges Seuchenjahr für uns, geprägt von Verletzungen (Granne + Persy), ständigen grippalen Infekten (Jens), kurzzeitigen Hochs  und erneuten Leistungseinbrüchen. Jahrelange Leistungsträger konnten in dieser Saison einfach nicht das Abrufen, was in den letzten Jahren im Grunde normal war. Ein Blick auf die Statistiken zeigt dies bekanntlich im Tischtennis schonungslos auf. Vielleicht werden wir auch einfach alle etwas älter…,-) Mit Blick auf die Relegation merkte Spk. Persy sofort kritisch an, dass wir als Altherrentruppe den physischen Belastungen solcher WE kaum mehr gewachsen sein würden. Vielleicht hat er Recht. Zum Glück müssen wir uns dieser Herausforderung nicht mehr stellen und können entspannt die Mannschaftstour nach Lübeck antreten. Mögliche Neuzugänge sind im Gespräch, die den o.g. Altersschnitt unter Umständen senken würden und bestimmt gut ins Team passen würden.  Mal schauen was unsere zweite Mannschaft kommende Woche macht. Mit einem Aufstieg wäre der TTC Himmel doch schon wieder voller Geigen…..,-) Viel Glück

FINALE

Am nächsten Sonntag steigt um 10 Uhr in Gruiten das große Finale um Platz 1 in der Bezirksklasse.

Wir würden uns sehr freuen wenn wir wieder auf der TTC Familienwelle ins Ziel getragen werden und

deshalb habe ich hier schon mal ein paar mehr in den Verteiler gepackt.

Wir bedanken uns jetzt schon mal bei unseren super Fans und bei denen die uns bei Bedarf spielerisch unterstütz haben.

( Brocki, Krücky, Jürgen, Stefan, Kelmi, Torsten, Pascal, ……….)

DANKE

EURE ZWEITE

Doch angetrieben von den wieder zahlreich anwesenden Fans begannen wir dann die Aufholjagd. So wie es sich für einen Spitzenreiter gehört auch mal knapp im 5. Satz. Aber nach der ersten Einzelrunde konnten wir das Ergebnis zu einem 5:4 für uns drehen! Maik, Martin, Olli, Daniel und Peter sorgten für dieses Kunststück.

Da dieses Spiel von diesen Phasen lebte, war es dann mal wieder Zeit für die Gastgeber Ausrufezeichen zu setzen. Maik, Ismail und Martin verloren dann Ihre Einzel. Zum Glück konnte Olli auch sein 2. Einzel knapp im 5. Satz für sich entscheiden und die Fans nochmal erneut anpeitschen. Die Stimmung in der Halle durch die beiden großen Fanlager absolut eines Spitzenspiels würdig.

Beim Stand von 6:7 kam dann aber unser heutiger Garant für die Punkte an den Tisch. Mit Daniel und Peter am unteren Paarkreuz die Ihre 4:0 Bilanz perfekt machten, konnten Ismail und Olli mit Rückenwind ins Schlussdoppel starten.

Wie fast alle Spiele zuvor war auch dieses Match hart umkämpft. Ging der erste Satz noch mit 9:11 verloren, konnten wir den zweiten mit 18:16 gewinnen. Die Fitness der Gegner neigte sich dann nach diesem Tischtennis Morgen langsam dem Ende zu. So konnten wir dann auch Satz 3 und 4 für den umjubelten Sieg einfahren.

Mit diesem sensationellen 9:7 in einem Spiel das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte, sind wie weiterhin auf Platz 1 der Liga. Punktgleich mit dem TSV Gruiten. Sollte nächste Woche gegen den Abstiegskandidaten aus Haan ein Sieg geholt werden, kommt es am allerletzten Spieltag dann wohl zum Endspiel um die Meisterschaft in Gruiten.

Spätestens nach der kaum weniger überraschenden, wenn auch denkbar knappen Fünfsatzniederlage von Jens gegen Arnd Umminger, der einen glänzenden Tag erwischte, wussten wir, dass es eine ganz enge Kiste werden würde an diesem Abend. Mit einem 5:4 Vorsprung gingen wir dann in die zweite Einzelrunde, nachdem zuvor Bernhard gegen Winkler punktete und Andi gegen Kattahagen unterlag. Dann kam, was zu befürchten war: Oben gingen beide Einzel weg, und so lagen wir zum ersten Mal in diesem Match zurück: 5:6. Jetzt war die Partie völlig offen. Konnten wir mit Jens und Patrick rechnen, die momentan nicht in Bestform sind? Spielt Bernhard auch gegen Katthagen weiterhin so souverän und bleibt in der Rückrunde im unteren Paarkreuz ungeschlagen? Gelingt Andi gegen Winkler der Befreiungsschlag? Das Ganze wurde zum Krimi. Alle vier Einzel gingen in den Entscheidungssatz, damit wurden am Ende acht der 16 Spiele im fünften Satz entschieden! Jens und Patrick zeigten wirklich große Nervenstärke, unter großem Jubel brachten beide ihre Spiele nach Hause und wir gingen noch einmal mit 7:6 in Führung. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Nach einer 2:1 Führung nach Sätzen konnte Bernhard im vierten und fünften Satz mehrere Matchbälle nicht nutzen. Und auch bei Andi blieb das erhoffte Erfolgserlebnis aus. Nun waren die Remscheider ganz offensichtlich beflügelt, im Schlussdoppel spielte vor allem Arnd Umminger sein bestes Tischtennis. Der Knackpunkt war der dritte Satz, den Granne und Christoph mit 18:20 verloren. Die nächste Begegnung bei Fortuna in zwei Wochen ist nun schon vorentscheidend in Sachen Klassenerhalt. Bis dahin heißt es Wunden lecken und volle Konzentration auf die schwere Aufgabe.

Am Freitag, 28.02.2014 um 20 Uhr empfängt die erste Herrenmannschaft im Viertelfinale des WZ-Pokals den TTV Ronsdorf.

Die Gäste haben ganz aktuell die Tabellenführung in der Oberliga übernommen und sind auf dem besten Weg in die Regionalliga. David gegen Goliath heißt es also, wenn in der Turnhalle Birkenhöhe Patrick Seifert, Frank Granowski, Frank Persy und Christoph Thiem auf das Quartett um den Ronsdorfer Spitzenspieler Michael Holt treffen.

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 Patrick Seifert Frank Granowski  Frank Persy Christoph Thiem

Bereits im letzten Jahr haben sich die TTCler im Viertelfinale als Underdog gegen den späteren Sieger Germania achtbar aus der Affäre gezogen.

Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung!

 

 

Direkt zu Begin wurde der Rheinländer erstmal geschockt. Beim Gang in die Halle kam die Frage auf, ob es sich nicht doch um ein Heimspiel handelt. Irgendein Architekt hat wohl vor einiger Zeit in Wuppertal mit dem Konzept einer Halle richtigen Reibach gemacht. Damit aber kein Heimspiel Feeling aufkam, durften wir in die Damen-Umkleide. 

Auch an diesem Spieltag durften wir uns auf unsere treuen Anhänger verlassen, die sich auf den Weg nach Ronsdorf gemacht haben. Es ist macht einfach rießen Spaß so die Meisterschaftsspiele zu bestreiten; vielen Dank dafür! So fühlen sich die Auswärtsspiele dann doch wieder wie Heimspiele an, wenn man mehr Zuschauer dabei hat als die Heimmannschaft; ein Wechselbad der Gefühle. 

Nach meinem Outing im letzten Bericht zur Begrüßungs-Abklatsch-Problematik ließen auch die ersten dummen Sprüche nicht lang auf sich warten. Nach einer weiteren (nebenbei bemerkt, perfekt abgelaufenen) Abklatsch Routine, kamen die ersten „Super Olli“ Sprüche !

Aber mal zum Spiel. Meine letzten Worte scheinen auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Waren die Eingangsdoppel doch bisher leider mehr als Opfergaben für den Gegner zu verstehen, drehten wir richtig auf und gewannen alle 3 Doppel zum Start. Nachdem Ismail dann auch noch einen souveränen Sieg einfuhr, stand es zu Begin direkt mal 4:0.

Maik konnte seinen müden Körper danach leider in seinem Spiel nicht auf Touren bringen und bescherte den Gastgebern den ersten Punkt. Nachdem Martin schon zur Begrüßung dem Rheinländer die Fragezeichen bei dem Begrüßungs-Spruch über den Kopf zauberte, passierte etwas, von dem ich dachte, das es im Regelwerk extra untersagt ist. Martin verlor ein Einzel. Das hab ich seitdem ich diese Mannschaft anschaue noch nicht gesehen. Aber blicke ob irgendwo die Erde aufbrach und Lava raus strömt, blieben ergebnislos.

Ich konnte dann mein Einzel gewinnen und somit konnte das untere Paarkreuz mit einem 5:2 Vorsprung an die Platte gehen. Fürsorglich und Vorausdenkend wie Peter und Daniel sind, spielten beide lieber 5 Sätze um den anderen eine längere Erholungsphase zu gönnen. Das nächste Kuriosum, das man vom TTC bisher auch noch nicht gesehen hatte, war dann auf dem Spielblock zu lesen. Gleich beide knappen 5 Satz Spiele wurden gewonnen !

Gut erholt konnte Maik danach dann schon das Unentschieden sicher machen. Mit seinem Sieg im Spiel beider 1er konnte er den 8. Punkt für die Mannschaft einfahren. Das der 2er von Ronsdorf allerdings einen sehr guten Tag hatte, konnte man erkennen, das er neben Maik nun auch Ismail als Verlierer von der Platte gehen ließ. Somit blieb es mir überlassen den 9. Punkt zum überragenden 9:3 Sieg zu holen. Verabschiedungen machen deutlich mehr Spaß, wenn man gewonnen hat.

Mit diesem Sieg, der vielleicht etwas zu hoch ausfiel, bleiben wir weiterhin konsequent in unserer Route, das wir immer Abwechselnd Siegen und Unentschieden spielen. Durch die deutliche Niederlage von Heiligenhaus, erklimmen wir sogar nach Minuspunkten den 1. Tabellenplatz.

Nächste Woche kommt es zum schweren Heimspiel gegen Schwelm. Obwohl mit einem Unentschieden das Ergebnis vermeindlich schon feststeht, werden wir es, denke ich, trotzdem spielen. Mit einer nur ähnlich tollen Unterstützung wie diesmal können wir eigentlich nur gewinnen.

Aber der Reihe nach. Zum Start gabs direkt mal ein schönes Heimspiel im Derby gegen den ESV Wuppertal West. Als Neuling vom TTVR musste ich mich erstmal an die Gepflogenheiten des WTTV gewöhnen. Die schönen Dinge, wie mit einer Damenmannschaft gleichzeitig zu spielen fielen mir noch ganz leicht. Aber nach einer Begrüßung als Einziger zu klatschen und komisch angesehen zu werden ist schon befremdend. Im TTVR gehört das halt zur Begrüßung wie hier, das systematische Abklatschen (was es im TTVR natürlich nicht gibt).

Nun gut, unser Nummer 1 Doppel Martin und Ismail legte leider einen schwachen start hin. Wurden aber durch Maik und Wolle sowie Daniel und Olli gerächt. Somit stand es 2:1 nach den Doppeln. Danach folgte eine Lupenreine erste Einzelrunde. Alle TTC’ler schienen den Kampf auf die Tabellenspitze angenommen zu haben und holten 6 Punkte in Folge.

Bereits vor der Saison hatte ich Stimmen gehört, dass in dieser 2. Mannschaft ein besonderer Geist herrscht. Sichere Spiele werden gern verloren und Favoritenrollen werden gerne mal nicht ausgelebt. Bis zu dem Zeitpunkt hielt ich das noch für dummes Geschwätz, aber dann kam die 2. Einzelrunde, die einen Ausblick auf die folgenden Meisterschaftsspiele geben sollte. Maik, Ismail und Olli vergeigten erstmal Volley ihre Einzel. Zum Glück ist unser Mentaler Führer Martin jetzt in der Mitte da und holt den 9. Punkt bevor noch schlimmeres passiert. 9:4 im ersten Spiel. Generell ließt sich das schonmal ganz gut. Dann auf einmal passierte was kurioses. Alle Spieler beider Vereine standen an den Platten und in mir kam die Frage auf, ob wir jetzt nochmal spielen wollten? Nein ! Im WTTV üblich – die Verabschiedung. Aber anstatt danach in die Hände zu klatschen folgte das rituelle Abklatschen beider Mannschaften und der Eigenen. Komisch diese WTTV’ler…

Auf zum zweiten Spiel. Spitzenspiel in Heiligenhaus. Diese führten mit 2 Punkten Vorsprung in der Tabelle. Aber durch einen Sieg würde der TTC den Platz an der Sonne erklimmen aufgrund des besseren Spielverhältnisses. Mehr oder weniger die erste letzte Chance aus eigener Kraft noch Meister zu werden. Heiligenhaus wie zu erwarten war eine der wenigen Male in der Saison in Bestbesetzung. Begrüßung – fremde Hände klatschen, nicht die Eigenen… der TTVR’ler hats kapiert.

Wieder ein 1:2 Doppel start. Nur Peter und Olli konnten das Doppel 3 der Gastgeber nieder ringen. Im letzten Satz dann sogar mit 11:0.

Mittlerweile die Bank des TTC ein reiner Augenschmaus. Voll besetzt von TTC Damen! Dazu kamen dann noch ein paar andere Fans die eine Atmosphäre schufen, als hätte man den Heimvorteil auf eigener Seite. Dafür wirklich an dieser Stelle hier nochmals allergrößten Dank ! Das quetscht wirklich noch mal 10% mehr Leistung auch den teilweise doch schon recht alten Knochen.

Erste Einzelrunde – Ismail verliert mit 13:11 im 5. Satz. Genau so Bitter wie bei Olli der mit 11:9 den 5. Satz verlor. Maik und Martin hingegen holten souverän die Punkte. Am unteren Paarkreuz spielten an diesem Spiel Peter und Wolle. Während Peter eindrucksvoll das bessere Ende für sich hatte, merkte man das an Wolles Schläger irgendwas schlechtes kleben musste. Aber bei Wolle fragt man da wohl besser nicht genauer nach. Auf jeden Fall verlor er sein Einzel. Somit ging es mit einem 4:5 Rückstand in die 2. Runde.

Nachdem der Spitzenspieler aus Heiligenhaus bereits gegen Ismail so knapp gewonnen hatte, machte er es gegen Maik einfach nochmal. Diesmal mit 12:10 im 5. Satz. Dann folgte allerdings ein kleiner Zwischenspurt des TTC, angefeuert durch die Massen. Ismail, Olli und Martin bogen den Spielstand um und nun führte der TTC mit 7:6. Der Tabellenführung so nahe musste Peter leider seinen Freitags-Abends-Spiel-Malus einlösen und verlor sehr deutlich.

Die letzten beiden Partien und alles von Niederlage bis Sieg war möglich. Im Schlussdoppel hatten Ismail und Martin irgendwas geraucht. Mit einem klaren 3:0 Sieg stand schonmal fest, das man die Halle nicht als Verlierer verlassen würde. Alle Augen waren gespannt auf Wolle gerichtet. Aber es lief bescheiden an. Wolle mit 0:2 Sätzen hinten. Erinnerte sich dann aber im 3. Satz wohl das er das Spiel schon mal gespielt hat und gewann diesen deutlich. Im 4. Satz kam dann auch der pure Kampf dazu. 12:10 für Wolle. Die Entscheidung fiel im 5. Satz. Einer der entscheidenden Sätze in dieser Saison wahrscheinlich. Mittlerweile waren die TTC Fans in Ekstase und veranstalteten einen Lärm bei jedem Punktgewinn, das jeder dachte, wir würden in der Birkenhöhe spielen. Toll ! Wolle führt mit 9:8 und schlägt einen sensationellen Ball. Aber leider sein Gegner mit einem fabelhaften Sonntagsschuss noch einen besseren. Es ging in die Verlängerung. Aber wenn man die Sch**** am Schläger hat, hat man die Sch**** am Schläger. 11:13 Niederlage und somit das 4. Spiel im 5. Satz in der Verlängerung verloren an diesem Spieltag. Sehr Bitter.

Dann Verabschiedung. Komisch irgendwie machen die mehr Spaß wenn man gewonnen hat. Aber gut, Peter versemmelt fast das Abklatschen und der Rheinländer ist froh, das es auch einheimischen passiert.

Keine lange Zeit für Trauerarbeit. Woche drauf, Heimspiel im nächsten Derby gegen Fortuna Wuppertal. In dem Spiel passierte endlich mal was, was in meinen vergangenen Spielzeiten auch üblich war. Der Favorit gewinnt klar, gegen den Außenseiter. Beim 9:1 Sieg mussten lediglich Maik und Peter im Doppel was liegen lassen. Aber wahrscheinlich war Maik das Recht, weil er so 2 Siege im Einzel holen konnte; gab allerdings als einziger in dem Meisterschaftsspiel Sätze im Einzel ab.

Na was so toll klappt, kann man darauf die Woche im nächsten Heimspiel diesmal gegen den Tabellenletzten aus SSV Preußen Elfringhausen nochmal machen. Der TTVR’ler klatscht nach der Begrüßung wieder in die eigenen Hände und erntet (sagen wir mal solidarischen) mit Applaus von den Rängen. Jeder weiß das man mich nur auslachen wollte, aber klatschen höflicher war.

Die Tabellensituation zu diesem Zeitpunkt war überraschend so, dass man sogar mit einem Sieg die Tabellenspitze erreichen konnte. Heiligenhaus hatte Punkte gelassen und war somit Einholbar geworden. Aber dann folgte das, was ich vor der Saison nicht glauben wollte. Nach gefühlten 5 Minuten Horror war der TTC mit 1:6 im Rückstand. Was war passiert ? Martin und Peter verhindert. Für ihn stieß Brocki in die Mannschaft. Doppel wieder nur mit 1:2, die alte schwäche. Das Spielen mit 7 Spielern und das rotieren fordern anscheinend Ihren Tribut. Danach dann rechnerisch klar am oberen und mittleren Paarkreuz nur Nieten gezogen. Während Maik und Ismail im 5. Satz verloren, machten Daniel und Olli es im 4. Satz.

Dann, besonders erfreulich aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs, war aber das Wolle die Aufholjagd einleiten konnte. Und wie sehr sich jeder für ihn freute sah man dann auch an der Platte. Mit einer sensationellen Geschlossenheit der Mannschaft zog man sich am eigenen Schopfe zumindest schonmal bis zur Nase aus dem Matsch. Brocki, Maik, Ismail, Olli und Daniel gewannen die Spiele und somit stand es nach 1:6 auf einmal 7:6. Der Karren lief. Die Spannung in der Halle war zum Greifen. Die Damen hatten ihre Gegnerinnen schon unter die Dusche geschickt und somit war der Hexenkessel wieder entfacht.

Aber das das Leben und das Tischtennis manchmal ein Arschloch ist, wurde im nächsten Spiel ersichtlich. Im 5. Satz im Stande von 10:10 in Wolles zweitem Einzel, macht der Gegner zwei Netzroller und holt das 7:7. Auch wenn es klar ist, aber so Bitter kann dieser Sport sein. Gerade Wolle hätten es doch mindestens alle Anhänger des TTC mehr als gewünscht.

Zum Glück konnte unser Edeljoker Brocki seinen Krimi im 5. Satz für sich entscheiden und im Schlussdoppel spielten Daniel und Olli dann doch tatsächlich noch um den Gesamtsieg. Ein sehr hochklassiges Match mit tollen Ballwechseln was mit dem SSV Preußen Elfringhausen dann im 5. Satz doch den verdienten Sieger fand.

8:8 und auch wenn es auf Grund der Entstehung vielleicht noch ein glücklicher Punkt war, machen diese Verabschiedungen immer noch mehr Spaß, wenn man beide Punkte holt. Zumindest das Abklatschen lief diesmal ohne große Komplikationen ab.

Jetzt ist erst mal ein Wochenende spielfrei. Die Tabelle sieht den 1. TTC 31 Heiligenhaus mit 22:8 Punkten an der Spitze. Einen Punkt dahinter wir und wieder einen Punkt dahinter der TB Groß-Ösinghausen. Noch einen Punkt dahinter dann in Lauerstellung der TSV Gruiten. Diese Liga ist wirklich sehr ausgeglichen und liefert im Wochen Rhythmus kleine Überraschungen. Deswegen ist von der Meisterschaft bis hin zum 4. Platz wohl noch alles möglich. Somit heißt es im nächsten Spiel am 14.02. beim TTV Ronsdorf IV volle Konzentration und nicht noch weiter unnötige Punkte im Kampf um das große Ziel liegen lassen.