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Das Ritual mit dem Anschwitzen in eigener Halle hatte sich gegen Groß-Ösinghausen schon bewehrt. Da es diesmal wieder ein Spiel zu unzivilisierter Zeit am Sonntagmorgen war, wurde dieses Ritual erneut beschworen. Um kurz nach 8 waren alle 7 (gut Maik etwas später) Spieler bereits an der Platte um sich warm zu machen und den Kreislauf hoch zu fahren. Nicht nur aus purem Eigenschutz sei auch dankend erwähnt, das Franzi ebenfalls den Schläger ausgepackt hatte, damit wir auf eine grade Anzahl von Spielern kamen.

Rüber in die Halle nach Gruiten und ab an die bisher so ungeliebten Doppel, mit einer kleinen taktischen Umstellung. Daniel, der nur für das Doppel aufgestellt war, spielte mit Peter das 3. Doppel. Das neue Nummer 1 Doppel, Ismail & ich, fingen aber gleichzeitig mit Doppel 2 Maik & Wolle an. Und man staunte nicht schlecht als es nach den Doppeln sogar 2:1 für den TTC stand.

 

Durch den Wunsch der Gastgeber, die Spiele des an 6 spielenden Thorsten Haarhoff vorzuziehen, kam dann etwas Wirrwarr in den Ablauf. Somit war das erste Einzel direkt für unseren Wolle gedacht. Beflügelt von seinem Doppelsieg konnte er dieses auch gewinnen. Ob dieses Spiel, das eigentlich als letztes Einzel überhaupt gewertet werden würde noch zum Tragen kommt, war zu dem Zeitpunkt noch offen.

Zurück zum „normalen“ Ablauf. Ismail und Maik konnten am oberen Paarkreuz auch überzeugen, gewannen viele Sätze in der Verlängerung und konnten 2 Punkte in Richtung Meisterschaft zusteuern. Somit stand es bereits 4:1 mit einem im Sinn. Fehlten noch 3 Punkte, da ein Unentschieden für uns ausreichend sein sollte.

Dann folgte das zweite vorgezogene Spiel, was Peter sehr souverän heim fuhr. Da waren‘s nur noch 2!!

Nun war die Mitte, von der man sich laut Papier in diesem Spiel am Meisten versprochen hatte, an der Reihe. Während Martin relativ chancenlos sein Spiel abgeben musste, konnte ich im 5. Satz einen Sieg erkämpfen. Hier zeigte sich der sagenumwogene Tischtennis-Gott das erste Mal. Den entscheidenden 5. Satz fing ich mit 3 Netzrollern an, was dem Gegner wohl die letzte Motivation raubte.

Da die hohen Mächte schon mal in der Halle waren, hätten Sie gleich für ein Märchen sorgen können. Mit nunmehr 7+1 Punkt fehlte offiziell nur noch ein Einziger um sicher die Meisterschaft nach Hause zu holen. Was wäre das für eine Story, wenn der Pechvogel der Mannschaft – Wolle – gerade diesen holen sollte. Hatte er doch einige entscheidende Spiele knapp und unglücklich im 5. Satz verloren in der Rückrunde. Machen wir es kurz: Die Götter sprachen: „So sei es!“, Wolle gewinnt im 5. Satz (!!) und holt den entscheidenden Punkt!

! ! ! M E I S T E R ! ! !

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Danach war etwas die Luft raus. Natürlich kämpften wir noch, da wir nicht zu wettbewerbsverzerrend spielen wollten, da es für Gruiten immerhin noch um den Relegationsplatz gehen könnte. Ismail gewinnt sehr deutlich und holt den 8 (+1). Punkt. Martin und Olli machten den schwarzen Tag für die Mitte perfekt und vergaben beide.

Somit war es rein vom Papier Wolle vorbehalten, das bereits gespielte Spiel zum 9. Punkt nach Wuppertal zu holen. Das bedeutet, er hat verdienterweise den 8. und 9. umjubelten Punkt in diesem verrückten Spiel geholt. Und wenn es einer verdient hatte, dann er !

Ende 9:6 Sieg vor 75 Zuschauern in der Halle, die zu gleichen Teilen verteilt waren. Es ist einfach fantastisch und unglaublich, wie die Mannschaft in der Saison von den Fans zum Titel getragen wurde. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Vielen Dank !

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Ein persönliches Wort am Ende. Ein Freund von mir aus dem alten Verein, der den weiten Weg auch nach Gruiten gefunden hatte, fragte mich nach der Verabschiedung, was das denn gewesen sei ? Ob jetzt jeder noch ein Gedicht hätte aufsagen müssen. Da hab ich wieder gewusst. Die WWTV’ler sind doch anders als viele andere 🙂

Jetzt ist Pause und die Vorbereitungen für die Meisterschafts-Fahrt beginnen! 

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