Der große Tag des WZ Pokal Endspiels stand an und man erwartete den klaren Favoriten Germania Wuppertal von den Südhöhen. Der Regionalliga Absteiger reiste als klarer Favorit in die TH Birkenhöhe, auch wenn sie mit einer Mixture aus den ersten Drei Mannschaften an den Tisch gingen. Mit den Maiwald Brüdern waren die nominell stärksten Spieler von Germania Wuppertal mit dabei , welche den Verein nach Ende der Saison jedoch Richtung Borussia Dortmund verlassen werden. Ergänzt wurde die Truppe durch das Brett 1 der Verbandsliga Mannschaft Tobias Klinke und dem uns bestens vertrauten Nachwuchstalent Tim Kampmann aus der dritten Mannschaft. Die Halle füllte sich und etwa 40 fachkundige Zuschauer fanden den Weg in die TH Birkenhöhe. Im Vorfeld überlegte man intensiv, wie man eine optimale Punktausbeute erreichen könnte und Chefanalytiker Seifert –ich nehme es vorweg- hatte den richtigen Riecher. Wir einigten uns im Vorfeld auf Dennis, Patrick, Christoph und Jens, jedoch aus taktischen Gründen in umgekehrter Aufstellung, d.h. Jens und Christoph an den Brettern 1+2. Die Germanen gingen mit breiter Brust an die Platten und machten sich darum scheinbar keinen Kopf. Sie stellten nach Stärke von Brett 1 – 4 auf. Der Plan hierdurch bestimmte Paarungen zu ermöglichen bzw. zu umgehen ging auf. Dennis und Patrick holten zum Beginn ihr Doppel gegen Marvin Maiwald und T. Kampmann denkbar knapp im fünften Satz. Christoph und Jens hatten am Nachbartisch Maiwald und Klinke nicht viel entgegen zu setzen und verloren deutlich. Vorne bekamen es Christoph und Jens dann mit den Maiwald Brüdern zu tun. TTR Technisch liegen knapp 300 Punkten dazwischen. Dafür haben sich die beiden gut geschlagen. Jens konnte gegen Marvin Maiwald die Partie sogar lange offen halten und einen Satzgewinn verbuchen. Dabei wurde deutlich, dass auch RL Spieler Probleme mit seinen Aufschlägen haben. RH Monster Christoph musste erkennen, dass RL Spieler eine noch festere Rückhand spielen können, wenn es nötig ist. Trotz der Gegenwehr lagen wir somit erst einmal mit 1:3 hinten. Dennis hatte dann seinen Auftritt gegen den unangenehm spielenden Glatt – Anti Spieler Klinke. Dieser hat in der VL Vorne eine beachtliche Saison gespielt und ist TTR Punktetechnisch nicht weit von Dennis entfernt. Da Dennis mit Material aber keine großen Probleme hat, fertigte er ihn überraschend deutlich mit 3:0 ab. Am Nachbartisch machte Patrick gegen einen stark aufspielenden Kampmann eine richtig gute Partie und glich somit sogar zum 3:3 aus. Der Spielverlauf hätte bis hierhin nicht viel besser für uns laufen können. Alle möglichen Punkte konnten verbucht werden und die Zuschauer mussten sich mitunter auch die Augen reiben. Jetzt mussten Christoph und Jens wieder gegen die Maiwald Brüder ran. Diesmal verlief es leider ne Ecke deutlicher und wir konnten keinen Satzgewinn verbuchen. Erneuter Rückstand auf 3:5. Dennis verkürzte souverän gegen Kampmann auf 4:5 und verwöhnte das Publikum dabei mit langen Ballonabwehr Bällen. Patrick kam gegen Klinke anfangs gut ins Spiel und konnte die Partie zunächst offen gestalten. Letztlich drehte der Materialspezialist das Match aber noch und gewann in 4. Sätzen, was das erste Break für Germania war. Wie befürchtet erholten wir uns davon nicht mehr. Patrick musste direkt wieder ran, diesmal gegen Marian Maiwald. Im ersten Satz spielte er dabei mit das beste TT, was ich als langjähriger Trainingspartner von ihm gesehen habe und gewann mit 11:6. Diesen Level zu halten, war jedoch nicht möglich und der Spitzenspieler der Germanen spielte zu sicher und zu hart. Unser Rückstand erhöhte sich dadurch auf 4:7. Die Germanen brauchten nun nur noch einen Punkt um die Partie für sich zu entscheiden. Jetzt musste Jens gegen Klinke ran und Christoph gegen Kampmann. Beides Spiele, wo grundsätzlich mal ein Punkt kommen kann oder besser gesagt muss, wenn man an einem solchen Abend dranbleiben will. Jens startete gut gegen Klinke und gewann den ersten Satz. Nach Satzausgleich führte er im 3 Satz bereits hoch und hatte die Satzführung vor Augen. Aber es kam anders. Satz 3 ging verloren und im 4 Satz hatte er mit 9:11 denkbar knapp das Nachsehen. Christophs Spiel am Nachbartisch kam somit nicht mehr in die Wertung. Kampmann spielte aber erwartet stark und führte bereits mit 2:1 Sätzen. Am Ende ein verdienter 8:4 Pokalsieg für die Germanen. Wir waren uns nach Spielende schnell einig, dass wir mit dem Ergebnis und dem Spielverlauf sehr zufrieden sind. Interessant wäre es bestimmt noch geworden, Dennis gegen einen der RL Cracks zu sehen. Das Erreichen des Endspiels im WZ Pokal ist in der Geschichte des TTC bisher einmalig und hilft die Saison nach dem verpassten Relegationsplatz in guter Erinnerung zu behalten. Am kommenden WE schließen wir die Saison mit der traditionellen Mannschaftstour ab. Nach Mallorca im letzten Jahr, geht es diesmal ganz bodenständig mit dem ICE nach Hamburg. Ein Bericht folgt bestimmt……

 

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