Tja, wer von uns hat sich diese Frage noch nicht gestellt ?!  Mit Blick in ferne Tischtennis Hallen wurde dieses WE mehr denn je durchgerechnet, wie manch ein Spiel hätte ausgehen können. Dabei haben wir im Grunde nach diesem Wochenende Grund genug, dieses Szenario bei uns selber mal durchzuspielen. Uns stand ein schweres Spiel gegen den TTV Ronsdorf bevor. Die Truppe ist uns gut bekannt und in der Vergangenheit waren dies immer sehr knappe Begegnungen –das Hinspiel endete 8:8. Die Vorzeichen waren beim Ankommen der Ronsdorfer jedoch leider andere. Durch den tragischen Tod von Michael Kaib waren die letzten Wochen nicht einfach für die Jungs vom TTV Ronsdorf und Tischtennis wird dabei zur Nebensache. Bedingt durch weitere Ersatzstellungen für die zweite Mannschaft ging unser Ligakonkurrent schließlich mit insgesamt 4 Ersatzspielern in die Begegnung (nur Brett 5 + 6 der Stammformation waren vor Ort). Ohne jemanden Böses zu wollen – 2 der Ersatzspieler waren vom Papier her schnell als sichere Punktausbeute ausgemacht. Wir waren also umso mehr in der Favoritenrolle und ein schneller Sieg wurde erwartet. Wenn man sich nur das Endergebnis von 9:2 anschaut, hat sich diese Prognose auch grundsätzlich bewahrheitet. Schaut man sich jedoch den Spielbericht an, kann man mit dem Spielchen „Was wäre wenn“ mal beginnen und wird überrascht sein. Wir hätten –bei unglücklichem Verlauf – auch mit 1:7 gegen diese dezimierte Truppe zurückliegen können. Schon in den Doppeln kamen die ersten Einschläge. Hübi und Tim hatten gegen Klein/Naczinski nach Satzführung schließlich in 4. Sätzen das Nachsehen. Der sicher geglaubte Punkt am Nachbartisch von Dennis und Patrick, sah lange Zeit wie ein Punktverlust aus. Am Ende waren die beiden Nervenstark genug es knapp zu gewinnen. Christoph und Jens ließen gegen das Doppel 3 dann nichts zu und gewannen erwartet sicher. Es machte sich im Doppel schon bemerkbar, dass Dennis heute keinen guten Tag erwischte. Er quälte sich gegen die Jungs aus Ronsdorf –die nominell nur unten spielen – jeweils über 5 Sätze. Gegen Duck lag er bereits mit 0:2 zurück, drehte die Partie aber noch. Gegen Klein konnte er nach erneuten Satzrückständen zwar eine Aufholjagd starten, hatte am Ende aber in der Verlängerung das Nachsehen. Hübi tat sich gegen Klein auch äußerst schwer, hatte an diesem Wochenende aber mal das Glück, welches ihm in den letzten Partien verwehrt war. Gegen Duck folgte in der zweiten Runde dann ein sicherer Sieg. In der Mitte bekam es Patrick gegen den Wulkesch Bruder aus der vierten Mannschaft zu tun. Da Patrick sich selbst als Abwehrkiller sieht, ging er voller Zuversicht in die Partie. Auch Patrick war am Rande einer Niederlage und gewann das Spiel nach viel Kampf erst im Entscheidungssatz. Der Ronsdorfer Ersatzspieler machte seine Sache aber auch wirklich gut und spielte sehr sicher und variabel aus der Halbdistanz. Am Nachbartisch hatte es Christoph mit TTV Urgestein Naczinski zu tun. Das dies nicht leicht werden sollte war schon vorher klar. Zunächst sah alles vielversprechend  aus und Christoph führte mit 2:0 Sätzen. In einer für die Zuschauer guten Partie konnte der Ronsdorfer aber ausgleichen und es ging ebenfalls in den Entscheidungssatz. Dort hatte Christoph den besseren Start und behielt die Nerven. Jens hatte es mit einem Ronsdorfer Jugendspieler zu tun und gewann erwartungsgemäß sicher. Am Nachbartisch bekam es Tim mit Kreisklassenurgestein Luckey zu tun. Das heißt Anti Top und abgespielter Tackiness C. Es dauerte bis Tim verstand, was er da machen musste. Schnell lag er mit 0:2 Sätzen zurück und war sichtlich verzweifelt. Dabei ratterte im Kopf schon der TTR Rechner und ihm wurde bewusst, was dies auf seinem Konto für Auswirkungen haben würde…..Tim war richtig angespannt. Er gewann Satz 3 knapp und danach wurde aus Tim wieder Charles Bronson und die Sätze 4 + 5 gingen ihm leichter von der Hand. Wie schon zu Beginn erwähnt, haben wir letztlich mit 9:2 gewonnen. Wer am WE dabei war, wird mir aber zustimmen, dass es auch alles hätte anders laufen können. Unser direkter Konkurrent um den Relegationsplatz –der ASV Wuppertal- hatte an diesem WE auch ein schweres Programm vor sich. Zunächst Auswärts in Hagen, am Folgetag daheim gegen den TTV Ronsdorf. Hier waren wir mit einem Live Ticker vertreten und fieberten –teils im Bett oder in der Sonne liegend- mit. Hut ab übrigens vor Christoph, dass er nach einer langen Partynacht bereits um 10:00 Uhr morgens wieder in der Halle vor Ort war. Es wurde dann bedingt durch die Live Schaltung schnell klar, der ASV hat  –trotz knappen Spielverläufen – nicht gepatzt. Das „Was wäre wenn“ ist dem ein oder anderen beim Lesen der Spielberichte und verfolgen des Live Tickers sicherlich auch hier durch den Kopf gegangen. Nächstes Wochenende wird eine Vorentscheidung bzgl. des Relegationsplatzes fallen. Für uns steht ein schweres Heimspiel gegen den TV Kotthausen an. Der ASV spielt parallel gegen den Tabellenführer aus Elfringhausen. Bei einer Niederlage des ASV, wären wir wieder auf dem Relegationsplatz.

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